Die Kaiserliche Gouvernementsschule in Tsingtau

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Die Kaiserliche Gouvernementsschule in Tsingtau im Schutzgebiet Kiautschou, ist die einzige höhere staatliche Schule für Knaben im Auslande, die allein vom Deutschen Reiche unterhalten wird. Sie zählte im Juni dieses Jahres über vierig Schüler nur deutscher Nationalität, die sich auf die Vorschule und die Klassen Sexta bis Quarta verteilen; die Untertertia wird zum Herbst eröffnet werden. Der Lehrplan gleicht dem des preußischen Realgymnasiums. Diese Schule ist bestimmt, den Söhnen der Deutschen nicht nur der Kolonie, sondern ganz Ostasiens eine nationale höhere Bildung, deren äußerer Abschluß zunächst die Berechtigung zum Einjährig Freiwilligendienst bilden wird, zu ermöglichen und sich später zu einem Zentrum mationalen, geistigen Lebens im fernen Osten zu entwickeln. Das
Bild zeigt die in weiße kostüme und Tropenhelme gekleideten
Schüler, von denen einige wegen der weiten Entfernungen mit Esel
oder Pferden zur Schule kutschieren oder reiten, wobei chinesische Kulis
den Kleinen behilflich sind, auch die Rikschas (kleine von Kulis gezogene
Halbdroschke) findet oft Verwendung. In der Vorhalle sieht man den chinesischen
Schuldiener, in der Mitte die Gruppe der vier Lehrer: links steht der
Oberlehrer Tuczeck, dann Lehrer Berger, Oberlehrer Dr. Dönitz, Lehrer
Präger: im Hintergrunde sieht man das provisorische Schulgebäude
mit den im Osten allgemein üblichen Vorhallen und Veranden. Möge
der jungen deutschen Schule unserer wichtigen Kolonie eine weitere günstige
Entwicklung und eine schöne Blüte beschieden sein!
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